16.01.04

Fragmente aus dem Regal

Gerade eben an mein Bücherregal gegangen, wahllos einige Bücher herausgegriffen, irgendeine Seite aufgeschlagen und jeweils einen Satz abgeschrieben.

The final solution of Gothic architecture was one of self-negation: instead of defining space, it attacked it; instead of creating order on earth, it thrust instability into the heavens.

So sehen wir in der Natur überall Streit, Kampf und Wechsel des Sieges, und werden eben darin weiterhin die dem Willen wesentliche Entzweiung mit sich selbst deutlicher erkennen.

Die Unverschämtheit der rhetorischen Frage, "Was wollen die Leute haben!" besteht darin, daß sie auf dieselben Leute als denkende Subjekte sich beruft, die der Subjektivität zu entwöhnen ihre spezifische Aufgabe darstellt.

Die menschlichen Wesen sind uns gewöhnlich so gleichgültig, daß, wenn wir in eines von ihnen solche Möglichkeiten des Leidens und der Freude hineingelegt haben, es uns einer anderen Welt anzugehören scheint, sich mit Poesie umgibt und unser Leben zu einer tief bewegenden weiten Landschaft macht, in der es uns je nachdem näher oder ferner ist.

Doch wenn es dir beliebt, wüßt ich auch gerne, wieviel wir noch zu gehen haben, denn es steigt der Hang, steigt höher als mein Auge.

Dass dies diejenige Tat heute war, die mir bislang als am sinnhaltigsten erschien, sagt wohl einiges über diesen Freitag, den 16. 01. aus.

Posted by Janis at 16.01.04 18:46 | TrackBack
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