27.02.04

"sexual torture opus"

Dies mag zunächst aussehen wie eine Fetisch-Pornoseite, ist in Wahrheit aber die Internetpräsenz des neuen Films von Takashi Miike*, Hana to Hebi.
Die Art, wie Miike Bilder wie Faustschläge macht, hat was von einem potenzierten Peckinpah.

(via: filmforen.de)

*Korrektur:
Der Film ist von Takashi Ishii, nicht Miike. Ich sagte ja schon: Nur mit viel Glück überhaupt durch den Führerscheinsehtest gekommen.
Danke an den anonymen Hinweisgeber.

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26.02.04

Berlinale in Augenblicken

Wie angekündigt nun ein paar Eindrücke vom cineastischen Teil meines Kurzaufenthalts bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2004.

Für einen (verhältnismäßigen) Provinzler ist in Berlin zunächst einmal die Größe der Kinosäle beeindruckend und die Tatsache, dass dort zur Berlinale-Zeit Filme gespielt werden, die man in Lichtspielhäusern dieser Größe und auf derart ausladenden Leinwänden kaum mehr gewohnt ist.
Sieht man dann etwa den neuen Film von Theo Angelopoulos, Trilogie: Die Erde weint, im über 900 Menschen fassenden Hauptsaal vom Royal Palast, bekommt man schnell ein Gefühl dafür, warum viele Cineasten das Anschauen von Filmen außerhalb eines Kinos geradezu als Zumutung begreifen. Ich kam nicht umhin, mich nach Verlassen des Kinos in meiner cinephilen Existenz unvollständiger als zuvor zu fühlen: Als Kind jener Generation von "VHS/DVD-Cineasten" scheint man Fime vergleichsweise beinahe wie durch ein Teleskop zu sehen.
Noch immer ist das Kino ein magischer Ort, der sich abhebt von jedem großen Fernseher, jedem Home Theater und jeder noch so fantastischen DVD vor allem durch den "Raum zwischen den Frames", den man vielleicht nur in seiner altmodisch-analogen Projektion überhaupt spüren kann. Godard hatte recht als er sagte, man hebe im Kino unweigerlich immer seine Augen hinauf zur Leinwand, während man sie beim Blick in den Fernseher senke.

Nicht weniger erstaunlich ist eine Eigenschaft von Filmbildern, die mir erst dann begegnet, wenn ich jenseits meiner alltäglichen Umgebung Filme schaue: Ihre genuine Fähigkeit nämlich, mir ein eigentümliches Gefühl von "Zuhausesein" zu bereiten. Es ist eben nicht nur die so anvertraute Beschaffenheit eines Kinosaals, die mir in jeder noch so fremden Stadt sofort behaglich erscheint, sondern auch das, was dort gezeigt wird. Die Bilder nämlich, die überall die gleichen sind, egal, ob nun Angelopoulos im Royal Palast, oder in den verwaschenen Eindrücken meiner alten Die Wanderschauspieler-Videokassette. Im denkenden, erinnernden Wesen des Kinos, das seinen eigenen Kosmos an Erfahrungen, sein eigenes Bewusstsein hat - refugial abgeschirmt vor allem, was keine Eintrittskarte zu dieser Welt hat. Auch das politischste oder vermeintlich "realistischste" Kino bleibt ein illusionsbeladenes Kuriosum, das seiner eigenen Grammatik (der Filmgrammatik und damit der "Lügengrammatik") folgt, die eben grundlegend anders ist.
Im Kinosaal werden diese immerwährenden Faktoren gebündelt. Überall. Gebündelt auf einen Fixpunkt im Raum, von dem alles ausgeht und von dem abzulenken es unbedingt zu vermeiden gilt: Alle Augen zur Leinwand, dem Mittelpunkt der Welt.
Die vier Filme, die ich auf der Berlinale sah, halfen allesamt, diesen Eindruck von der Eindringlichkeit und Alternativenlosigkeit des Filmesichtens in einem Lichtspielhaus zu verstärken:


Trilogie: Die Erde weint (2004) von Theo Angelopoulos:

Eines der depressivsten und pessimistischsten Werke in einer Karriere, der ein Gefühl für Leichtigkeit ohnehin seit jeher fremd war. Angelopoulos' neuer Film, Auftakt zu einer Trilogie, ist gravitätisch, in dem Sinne, dass alles hier größte Schwere hat; visuell, wie (wohl auch) im Gehaltlichen. Das Schneiden (da an sich schon einen Ansatz von Bewegung, von "Bilderschwerelosigkeit" ausmachend) hat er inzwischen auf ein absolutes Minimum reduziert, seine ununterbrochenen Kamerafahrten sind immens lang und - da werden ihm auch seine Gegner nicht widersprechen können - von ungeheuerer Meisterschaft in der Ausführung. Wo sich andere Meisterfilmemacher der Gegenwart, wie Hou, Kiarostami oder Tsai, immer mehr der Reduktion ihrer filmischen Mittel verschreiben, vielleicht, um gerade durch das Auflösen der Regie ein ultimatives auteur-Kino zu schaffen, da macht Angelopoulos Filme des konsequenten Hinzufügens: Von Symbolen, Referenzen und operngleichen Emotionsweiten.
Selbst diejenigen, die partout nicht in Kommunikation mit Angelopoulos' Entwürfen und Sequenzen treten können oder wollen, werden wohl trotzdem anerkennen müssen, dass er in diesem Fall zumindest der vielleicht größte lebende Formalist ist. Auch das ist nicht immer unbedingt eine schlechte Sache.

Eine ausführlichere Betrachtung zu Trilogie: Die Erde weint habe ich für die filmzentrale angefertigt.


Final Solution (2003) von Rakesh Sharma:

Sharmas annähernd vierstündiger, auf DV gedrehter Dokumentarfilm über die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems in Indien ist beeindruckend zunächst vor allem aufgrund seiner immensen Fülle an Informationen - also gerade durch einen Aspekt, dem ich mich anfangs (irgendwo immer den Begriff des "kunstlosen" Lehrfilms im Hinterkopf) verweigerte. Je länger der Film dauert, desto mehr fällt aber auf, um wieviel betrachterische Gerechtigkeit Sharma bemüht ist. So hört man sowohl Zeugenberichten von Massakern, als auch minutenlangen Propagandareden ("Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist, aber jeder Terrorist ein Moslem.") von beiden Seiten zu und wird am Ende vom Regisseur mit einem endlos vielschichtigen Bild der gegenseitigen Gewalt zurückgelassen, das nach eben jener Klarheit einer final solution (und das ganz und gar im positiven Sinne) schreit.
Auch das ist humanistisches Kino.


Goddess of Mercy (2003) von Ann Hui:

Was ansetzt wie ein Polizei-Thriller mit Liebesgeschichte und persönlicher Involvierung der weiblichen Hauptfigur in eine tragische Schicksalsfügung, endet in einem scheinbar enorm dramatischen, jedoch von einer verspielten, wenngleich kaum sichtbaren Ironie geprägten Finale, in dem es der Regisseurin gelingt, dem Film mit einer einzigen kurzen Einstellung den Funken einer möglichen Totalwendung zu verleihen, die der Zuschauer dann selbst zuende stricken darf - so er denn möchte. Das Gefühl jedenfalls, mit welchem man Goddess of Mercy dann verlässt, ist keines, das sich am Verlauf des Offensichtlichen orientiert hat; was durchaus eine schöne Sache ist.


Harlan County, U.S.A. (1976) von Barbara Kopple:

Der in der Reihe "New Hollywood" gezeigte Dokumentarfilmklassiker über den sich über mehr als ein Jahr hinziehenden Streik von Bergarbeitern in der amerikanischen Provinz Mitte der 70er-Jahre ist ein Beispiel für ein Kino der unmittelbaren persönlichen Involvierung eines Filmemachers: Kopples Kamera ist immer "vor Ort", gehört unverkennbar zu den Streikenden und weicht keiner Situation im auch in Gewaltakte ausufernden Arbeitskampf aus. Man mag die stark seitengebundene Sichtweise der Filmemacherin kritisieren, liebenswert und einnehmend ist sie allemal.
Besonders schön: Die Integration einer beträchtlichen Menge an Songs und Liedern dieser Zeit und insbesondere dieses spezifischen Millieus. Ebenso die vielfältige Fokussierung auf die Teilnahme der natürlich direkt an das Schicksal ihrer Ehemänner gebundenen Frauen der Bergarbeiter, die den Film in einem nicht ganz unbeträchtlichen Maß auch zu einem Stück feministischer Kinogeschichte macht.

Posted by Janis at 00:30 | Comments (0) | TrackBack

24.02.04

Free Adorno

Hier ein Hinweis auf einen grotesken Fall, dem (zumindest meine) Solidarität zukommt:

The Hamburg Foundation for the Advancement of Science and Culture, presided by Jan Philipp Reemtsma, has just advanced science and culture to a whole new
level: Sebastian Luetgert, the founder of textz.com, is facing a warrant of
arrest and may go to jail if he fails to pay more than 2,300 euros in damages
for the alleged copying of two essays by Theodor W. Adorno that the foundation
claims as their "intellectual property". Reemtsma was kindly asked to settle,
but refused.

(Quelle: textz.com, >>readme)

Die Konsequenzen, die Herr Lütgert abzusehen hat, sind erhebliche und zum besseren Verständnis der Problematik sei die Lektüre des eMail- und Briefkontakts zwischen dem Betreiber der Seite und den Anwälten der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur angeraten.

Herr Lütgert hat sowohl eine Petition, als auch einen Spendenaufruf eingerichtet.

Siehe auch textz.com/adorno für alle verfügbaren Informationen.

Posted by Janis at 23:38 | Comments (0) | TrackBack

22.02.04

zum film: Die Nacht singt ihre Lieder (2004) von Romuald Karmakar

Ein Film, in dem jede einzelne Einstellung vom Erstickungstod bedroht zu sein scheint. Eigentlich bedürfen die Entwürfe, die Romuald Karmakar hier entfaltet, längst eines Schreis, eines Ausbruchs. Doch lässt das Dargestellte nichts davon mehr zu, denn Schreie sind schwach und man ist ja nicht umsonst vernünftig-bürgerlich.
"Diese Messingschale. Das ist so traurig", sagt die junge Frau an einer Stelle und spricht damit so etwas wie ein Stück moderne Wahrheit aus: Vom Versaufen in der Überzuckerung, im Genug und Zuviel der rundum-sorglos-glücklich-Gesellschaft. Dieser Film ist ein Abgesang auf ein deutsches Kino der Sorglosigkeit; eines, das sich seit langem schon eingeredet hat, wir hätten keine Probleme. Die Neue Mitte, die nicht weiß, wo das eigentlich sein soll, diese Mitte. Die so fürchterlich vorsichtig sein kann, dass auch die Möbel in der Wohnung von Karmakars Film einen Flair haben, als seien sie unter dem Label "Garantiert politisch korrekte Innenausstattung" gekauft worden.

Ein meisterhaftes Kino der innerdeutschen Befindlichkeit im Jahr 2004, wie wir es lange nicht mehr sahen. Karmakar rückt uns uns selbst wieder ins Bewusstsein, macht einen brillanten Film, über den es sich auch endlich mal wieder zu ereifern gilt.
"Sie brauchen doch nicht mich als Absicherung dafür, wo Sie lachen dürfen und wo nicht", sagte er wütend auf der Pressekonferenz der Berlinale, wo sein Film durchgefallen war. Manchmal fragt man sich, ob es wohl nur hierzulande bisweilen zu einem kollektiven Ausschalten des Denkens kommt.

Ein Totalverriss des Films aus eben dieser Kategorie findet sich bei Spiegel Online.
Wärmstens empfohlen dagegen: Ekkehard Knörers Kritik bei Jump Cut.

Posted by Janis at 23:39 | Comments (3) | TrackBack

21.02.04

Kleine Öffnungen

Gestern: Sehtest für den Führerschein. Das war zunächst ganz entspannt und ich stellte mir - dank meiner Sehhilfe - keine größeren Hindernisse dabei vor.
Dann aber der Blick in das Gerät: Fünf Reihen mit an einer bestimmten Stelle geöffneten Kreisen; winzig und weit, weit weg.
Mehrfach kurz davor gewesen verdutzt zu behaupten: "Da ist gar keine Öffnung." Habe wohl so manches geraten und einmal einen Versprecher ("rechts-oben", statt "oben") gehabt, den zu korrigieren mir zu peinlich gewesen wäre.

"Du hast bestanden."
Der Zusatz "Mit Gottes Hilfe" wäre angebracht gewesen.

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18.02.04

Pop Music

Ich höre nicht viel, beziehungsweise fast gar nichts an Pop Music.
Als jemand, der sich eher der orchestralen / vokalen / symphonischen Musik des (insbesondere) 17. bis 20. Jahrhunderts verbunden fühlt ist, ist das gelegentliche und dann auch meist eher zufällige Anhören von Pop Music für mich eine bisweilen eigentümliche Sache.
Denn während ich bei "klassischer" Musik darum bemüht bin, in die Musik selbst einzudringen, quasi die Musik zu lesen und möglichst um eine dem Zugang förderliche Empathie bedacht bin (die mal schwerer fällt, mal - wie bei Mahler oder Schubert - ganz einfach ist), so habe ich bei guter Pop Music das Gefühl, als könne sie hingegen mich lesen.
Höre ich Pop, so höre ich nicht die Musik, sondern eher mich selbst und die Musik gewinnt ihre Besonderheit durch das, was man ihr zu geben gewillt ist, durch das "wie", "wo" und "wann" man sie (oder ähnliche) schon einmal gehört hat.

So wie gerade eben: Eine Stunde mit neuer Musik aus Irland im Deutschlandfunk. Sommerabende, Pubs, W.B. Yeats, kühles Bier und das Gefühl davon, am genau richtigen Ort zu sein - Glück gehabt zu haben. Und auch, etwas weiter weg: Ein sehr irischer Film von Goran Paskaljevic, "unser" Filmfestival, fünf, sechs Film am Tag, das Eilen zwischen den Vorstellungen, das kurze Warten, das Beobachten der Menschen, dann: die Dunkelheit, das Auflösen, das Kino.
Natürlich mag nichts davon oberflächlich in dieser Musik sein. Aber so lange sie mir den Anstoß gibt und selbst "angestoßen" zu sein scheint, soll es mir genügen, bin ich mit allem zufrieden.
Wunderschön eigentlich. So sehr gar, dass es mich aus dem Bett getrieben hat, um das mal sagen zu können.

Posted by Janis at 01:46 | Comments (6) | TrackBack

16.02.04

Serge Daney

Resnais was the filmmaker who had taken me away from childhood or rather who had for three decades made me a serious child. And he is precisely the one with whom, as an adult, I would never share anything. I remember that at the end of an interview – for the release of "La vie est un roman" – I thought useful to tell him about the shock of "Hiroshima mon amour" in my life. He thanked me, courteous and distant, as if I had said something nice about his new raincoat. I was upset but I was wrong: the movies that have watched our childhood cannot be shared, even with their author.

(Quelle: Serge Daney in Trafic, Ausgabe Nr. 4, Herbst 1992; in der übersetzten Form abgedruckt in Senses of Cinema, Ausgabe Nr. 30)


Eigentlich ist es genau das. Der prinzipielle Grund, warum über Filme unbedingt geschrieben werden muss. Denn im Schreiben (wenngleich dann jedoch auch nur im Schreiben an und für sich selbst) liegt scheinbar ein recht kleiner Filter zwischen der Initimität und Einsamkeit im Akt des Aufsaugens von Bildern und dem Versuch der Wiedergabe dieser Erfahrung.
Das alles bricht aber dann auf, wenn es uns selbst verlässt, wenn es - wie hier mit Alain Resnais - auf einen ganz natürlich anderen Wahrnehmungskosmos trifft. Das ganze Dilemma der Kommunikation von Rezipiertem ist bei Daney in einem Absatz zusammengefasst; und er war einer von jenen, die es vermochten, uns dieses Leid in den besten Momenten weniger schmerzlich erscheinen zu lassen.

Posted by Janis at 02:09 | Comments (3) | TrackBack

15.02.04

Schnelle Bilder

Meinen kleinen Berlinale-Aufenthalt hinter mir liegend, saß ich oben im chinesischen Restaurant gegenüber der Gedächtniskirche und erschrak fast ein wenig darüber, auf der Rechnung im Feld ES BEDIENTE SIE bloß WAITER 4 zu finden.
Man mag's entschuldigen, denn es ist gewiss ein einarbeitungsbedürftiges und vor allem lästiges Unterfangen, in die Maschine die Namen einzugeben, die die Rechnungsabwicklung einen Tick persönlicher machen könnten.

Aber ich sollte mich nicht beklagen. Der Tick an Persönlichkeit fehlt mir wohl auch. Kurz nach der Ankunft in Berlin in der U-Bahn von jemandem mit einer Gitarre auf dem Rücken plötzlich angesprochen worden:

"Entschuldigung, heißt du Victor?"
"Nein."
"Sondern?"
"Ich nehme an, das ist recht egal, oder?"
"Das stimmt wohl."

Ich war froh, dass er wenig beleidigt gewesen zu sein schien. Ich wäre es vielleicht. Aber wer ist Victor? Und wieso sehe ausgerechnet ich wie Victor aus? Dennoch hatte das "Sondern?" etwas Überraschendes an sich; etwas, was ich zunächst spontan dreist fand, im Nachhinein aber umso interessanter. Was bewegt jemanden, mit "Sondern?" auf diese Antwort hin nachzuhaken? Er schien anzunehmen, ich würde Victor - wenn ich es denn schon nicht selbst sei - wohl zumindest kennen. Anders ist das "Sondern?" kaum zu erklären, als: "Es kommen Victor und ein paar Freunde von Victor, mit Namen X, Y und Z. Frag dich durch."

Außerdem: Ein paar mal in der U-Bahn im Kreis umhergesucht. Warum ist die Berliner da viel schwieriger als etwa die von London oder Paris? Oder spiegelt das auch einfach nur den Charakter dieser zerwürfelten, verschachtelten, irgendwo trotzig-schönen Stadt wider? Und man wird nicht behaupten können, dass an Berlin so gar nichts "dran sei". Alles zerborsten und gespalten, aufgefächert und endlos weitläufig, selbst auf den Verkehrsmeilen kaum architektonisch kondensiert. Eine Stadt, manchmal vielleicht ein bisschen wie die Zusammenfassung ihrer Geschichte.

Filme habe ich auch gesehen. Dazu demnächst mehr.


Posted by Janis at 01:05 | Comments (1) | TrackBack

13.02.04

Vorabbilder

Gleich Abfahrt zur Berlinale. Gut einen Tag, vier Filme.
Diese Woche keinen Film gesehen, um den Kopf frei zu haben, um frische Bilder aufnehmen zu können. Obwohl ich wenigstens Die Ewigkeit und ein Tag noch einmal hätte sehen wollen - quasi als Vorbereitung auf Die Erde weint.

Egal. Vorfreude. Auf Berlin, auf zumindest ein paar neue Filme.

Posted by Janis at 15:27 | Comments (0) | TrackBack

12.02.04

Neuer Blog

Seit Anfang der Woche intensiv daran gearbeitet und nun ist sie fertig: Die Umstellung von Blogger auf Movable Type, eine der modernsten und umfangreichsten Weblog-Applikationen. Vor allem dank des hervorragenden und riesigen Movable-Type-Support-Forums war die Installation letztlich doch weniger problematisch, als ich zunächst angenommen hatte.

Der größere Bedienkomfort und die bessere Strukturiertheit sollten sofort auffallen, für den Administrator verbirgt sich dahinter jedoch noch eine nahezu unerschöpfliche Fülle and Optionen und Variationsmöglichkeiten. Zudem stehen unter anderem hier bei Bedarf zig Plugins zur Verfügung.
Interessant zu sehen wird sein, wie sich die neue TrackBack-Technologie bewähren wird, die allemal faszinierend wirkt.

Die Einträge des alten Blogs sind übrigens alle importiert worden und können weiterhin eingesehen, verlinkt und kommentiert werden. Nur die Kommentare konnten nicht gerettet werden, da diese von einem Drittanbieter stammten.

Posted by Janis at 23:23 | Comments (0) | TrackBack

08.02.04

Im Fernsehen

Heute, um 23:50 Uhr auf Sat.1, News & Stories
Alexander Kluge im Gespräch mit Dr. Ulrike Sprenger zum Thema "Die Wahrheit der Märchen / Über Heimkehr aus der Fremde, den Tod des Hähnchens und das kürzeste Märchen der Welt"

Als ich Frau Dr. Sprenger (Autorin des Proust ABC) zuletzt bei News & Stories sah, sprach sie über das Pariser Horrortheater Grande Guignol und seine Verbindungen zum Theater der Aufklärung. Die Entwicklung des Gesprächs war überaus spannend.

Posted by Janis at 14:58 | Comments (0) | TrackBack

07.02.04

24framespersecond.com

With some frustration I've just noticed that the editors at 24framespersecond.com have apparently stopped updating their great website which had always been committed to offer a serious and thoughtful approach to film as an art form.

Here's what the say verbatimly on their site:

24framespersecond.com has been put on hiatus indefinitely, and will not be featuring new content in the foreseeable future. Please browse our archive of hundreds of movies, film topics, festivals, lists, cities and weblinks.


That's really sad as this was one of only a few sites on the web where you could find out in detail why Superman is actually a Christ figure.

Posted by Janis at 01:22 | Comments (0) | TrackBack

05.02.04

Im Rücken

Seltsam, dass wenn man einmal im Kino nicht auf seinem üblichen Platz, sondern sehr viel weiter vorne sitzt, man unweigerlich das Gefühl hat, von sich selbst von hinten beobachtet zu werden.

Aber für die größere Nähe zur restaurierten Playtime-Fassung nimmt man dieses ungute Gefühl natürlich in Kauf.

Posted by Janis at 21:39 | Comments (0) | TrackBack

03.02.04

Objekt?

Marienplatz, dann rechts der Viktualienmarkt. Orangefarben eingehüllte Südeuropäer rangieren mit Kleinsräumgeräten. Vorher weckte mich der Hotelfernseher mit dem filzigen Plopp eines von zwei Damen zwischen den Grundlinien hin und her gedroschenen Tennisballs. Beim Frühstück dann wieder die Sorge, ob die innere Grüße Gott!-Schutzimpfung noch anhält - fürchte immer, auf diesen Imperativ verständnislos mit Wen? zu antworten.

(Quelle: frapp.antville.org)


Wenn schon, so meine ich doch, sollte es wohl eher "Wer?" heißen.
Oder war das vielleicht eine Anspielung auf die Tradition der Redewendungenteileverschluckungen in der deutschen Sprache?

Posted by Janis at 00:48 | Comments (0) | TrackBack

01.02.04

Schlaflos und glücklich

Ich kann nicht schlafen. Das jedoch kann durchaus eine lohnenswerte Sache sein, denn man hat dann im Idealfall beides, sowohl Zeit, als auch seine Ruhe, da ja sonst jeder schlafen zu können scheint. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen in schlaflosen Nächten ist das recht ziellose Surfen im Netz; das mutwillige Klicken auf Links, die mal viel, mal gar nichts zu versprechen scheinen. Am Ende zahlte sich alles aus und die Ungebundenheit dieser chaotischen Vorgehensweise entfaltete ein wunderschönes Moment: Ich hatte plötzlich die fixe Idee, einen "Bilder-Synthesizer" haben zu wollen. Wie Hayao Yamaneko in Markers Sans soleil sich einen gebaut hatte, um die Bilder der Vergangenheit wieder zu Bildern (und eben nur Bildern) zu machen. Vieles an Bild- und Videomaterial würde ich gerne einmal aus eben diesem Grund durch jenen Synthesizer betrachten: Auf der Suche nach harmlosen Bildern. Bei Google gab ich "+image" und "+synthesizer" ein und fand nur Unbrauchbares. Dann "+"sans soleil"" und "+synthesizer". Wiederum nichts in der Richtung, nach der ich gesucht hatte, aber etwas Wundervolles. Etwas, wonach ich seit Monaten voller System und eifriger Synonymbenutzung gesucht, aber nie gefunden hatte. Ich fand eine vollständige Abschrift des off-screen-Kommentars zu Sans soleil in der englischen Fassung. Endlich habe ich sie jetzt jederzeit zur Hand, die vermeintlichen Briefe des ebenso vermeintlichen Kameramanns Sandor Krasna, der vielleicht selber nichts weiter ist als ein alter-ego Chris Markers. Des Kinos schönster und philosophischster "Erzählertext".
The first image he told me about was of three children on a road in Iceland, in 1965. He said that for him it was the image of happiness and also that he had tried several times to link it to other images, but it never worked. He wrote me: one day I'll have to put it all alone at the beginning of a film with a long piece of black leader; if they don't see happiness in the picture, at least they'll see the black. (Sans soleil)

Posted by Janis at 07:48 | Comments (1) | TrackBack

Eben noch im angetrunkenen Zustand beim Laden mit dem großen goldenen M gewesen und alles zum Mitnehmen bestellt, was mir spontan an der Kasse einfiel. Ein Unbekannter dabei plötzlich zu mir, nachdem er von einem Freund neben ihm darauf hingewiesen worden war, sich doch bei der Bestellung Zeit zu lassen, da sie ja niemand drängen würde: "Ich nehm nie wieder 'nen FischMac. Davon habe ich mich zuletzt zu Hause so übergeben müssen."

Posted by Janis at 02:32 | Comments (0) | TrackBack