28.09.04

Vermehrt erstaunt darüber,

wie viele Bücher, Essays und Schriften doch wirklich zu allererst mit einer wie auch immer gearteten Referenz an Proust beginnen. Einem analogisierenden Beispiel aus der Suche..., einer Ehrerbietung, einer Betrachtung.
Zuletzt wieder aufgefallen bei Claude Lévi-Strauss: Sehen, Hören, Lesen.

Posted by Janis at 23:15 | Comments (5) | TrackBack

31.08.04

Sur la lecture

Das «Exercise Book» ist eben übervoll, und dies gewiss weniger «aus chronischem Papiermangel», wie so gern in der Proust-Literatur erklärt wird, denn aus Gründen der Bemächtigung des Materials. Schliesslich geht es um nichts Geringeres als um das Verhältnis des Lesers zu den Lettern auf der Seite [...]

Aus der NZZ von heute: Hendrik Feindt über den vor einigen Monaten bei Suhrkamp als Faksimile erschienenen, berühmten Proust-Essay Sur la lecture - Tage des Lesens.
Gewiss sehr schön und natürlich preislich dementsprechend.

Posted by Janis at 18:08 | Comments (0) | TrackBack

28.05.04

So wurde zum ersten Male

meine Traurigkeit nicht mehr als etwas Strafbares angesehen, sondern als ein unverschuldetes Übel, das man offiziell als einen nervösen Zustand anerkannte, für den ich nicht verantwortlich sei; es wurde mir also die Erleichterung zuteil, daß ich keine Bedenken mehr in die Bitterkeit meiner Tränen zu mischen brauchte, ich konnte weinen, ohne schuldig zu sein.

(Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Erster Band: In Swanns Welt, S. 54)

Posted by Janis at 22:25 | Comments (0) | TrackBack