CYCLAD-Z : screeninglog

Filme. Wann, wo und wie: 0 wertlos, * schwach, ** durchschnittlich, *** gut, **** sehr gut, ****+ Meisterwerk

Friday, July 16, 2004

Die Mitte
(Stanislaw Mucha, 2004; Kino, OF)
*** (gut)
 
 
Go to Shanghai
(Daniela Abke, Dorothee Brüwer, 1999; Kino, OF) [Kurzfilm]
*** (gut)

posted by Janis  # 3:17 PM

Wednesday, July 14, 2004

Meet Me in St. Louis
(Vincente Minnelli, 1944; DVD [R2], OF)
****+ (Meisterwerk)

Diese erste Einstellung: Ein aufgeschlagenes, reich ornamentiertes Buch, wie im Märchen möchte man meinen. Ellipsenförmig in der Mitte der Seite: Das Haus der Familie Smith, die Jahreszahl 1903 und Zierrat in den Formen und Gestalten des Sommers. Dann der Zoom der Kamera auf das Bild, bis die Einstellung ganz davon eingenommen ist. Ein kurzer Moment des Verweilens und es setzt sich in Bewegung, wird Realfilm, explodiert allüberall in Farben und Bewegung. Minnellli haucht genesisartig Leben ein. Ein Magier von ganz großem Format. Was folgt steht dieser Exposition in nichts nach. Meet Me in St. Louis ist ein taumelnder, kühner Rausch aus Leben, in dem Plot und Musik nahtlos ineinander fließen. Minnelli meinte, es seien vor allem "hunderte versteckter Dinge", an die man sich bei einem großen Film erinnert. Versteckt meint, es passiert, wirkt aber wie eine leise Suggestion, wie jene Tricks in der Werbung, bei denen ein Firmenlogo irgendwo eingeblendet wird, das man nicht sieht, aber wahrnimmt. Minnellis Film scheint voll davon. Das macht seine Grandiosität schwer beschreiblich, aber umso fühlbarer. Präzise: Ich kann mir keine romantischere Szene vorstellen, als jene, in der Judy Garland und Tom Drake bei den Smiths im Haus gemeinsam die Lichter auslöschen, aber was an dieser Szene so reizend, so perfekt ist, ist vor allem ein Spiel auf kleinster Ebene - aus Nähe und Entfernung zwischen den beiden, aus ganz instabilen Worthülsen, die sie sich in ihrer Unsicherheit entgegen flüstern, Dingen, die fürchterlich schief gehen. Minnelli aber brennt nebenher das ganz große Feuerwerk ab, spielt anbetungswürdig mit Licht, Einstellungswinkeln und Farben. Man glaubt ihm beides, das ist seine Kunst: Ironisches Spiel und große Filmdramatik (klassisch "großes Kino", wenn man so will) werden hier so umwerfend verbunden und ineinander verwoben, dass es eine Freude ist. Weit mehr noch als "nur" grenzenloser Charme, wundervolle Liebenswürdigkeit und beispiellose Technicolor-Ekstase ist dieser Film vor allem ein Zeugnis für einen Hollywood-"auteur" am Höhepunkt seines Schaffens und ein Studio, dessen Stolz auf dieses Projekt man jeder Szene, jedem einzelnen Set des Films ansehen kann. Gewiss Hollywoods allerschönstes, vielleicht sein bestes Musical.
posted by Janis  # 1:50 AM

Tuesday, July 13, 2004

I Walked with a Zombie
(Jacques Tourneur, 1943; VHS, DF)
**** (sehr gut)

Später mehr.
posted by Janis  # 1:48 AM

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